Waidhaus Görlitz
(entstanden 2003)
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Seinen Namen verdankt das Waidhaus dem ab 1529 in seinen Mauern gelagerten
blauen Färberwaid, einem Färbemittel der Tuchmacher, der zu
den wichtigsten Handelswaren der Görlitzer Kaufleute gehörte.
Im Erdgeschoss des im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnten
Gebäudes sind in den Putz geritzte Zeichen von Steinmetzen zu sehen – das
Waidhaus diente auch als Hütte der Steinmetze beim Bau der Peterskirche.
Auch die erste Görlitzer Druckerei, und ab 1728 der Schüttboden
für das Zinsgetreide waren zeitweise im Haus eingerichtet.
1841 wurde das Gebäude als Spritzhaus der Feuerwehr genutzt, was
zu erheblichen Schäden führte. Der 1869 gestellte Abrissantrag
wurde zum Glück nicht realisiert.
Das Waidhaus gehört zu den ersten nach 1990 restaurierten Gebäuden
und beinhaltet heute ein Fortbildungszentrum für Handwerk und Denkmalpflege.
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