Schloss Krobnitz
Reichenbach/Oberlausitz
(entstanden
2010) Arbeitstunden: 4100
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1315 als Crobenos (heutiges Krobnitz), wird die Fläche auf welcher der imposante Bau des Krobnitzer Schlosses, umgeben von einem Landschaftspark steht, als ein Rittergut beschrieben.
von 1604 – 1684 war dieses Gut in Besitz der Herren von Nostitz.
Anfang des 18. Jahrhunderts war es im Besitz der Familie von Uechtritz, welche in dieser Zeit ein barockes Herrenhaus, und ein Parklandschaft anlegten.
ab 1824 war dieses Gut nun mit einem Herrenhaus und angelegten Park in Besitz der Familie von Oertzen.
1871 erwarb der preußische Kriegs- und Marineminister Albrecht Graf von Roon das Gut Krobnitz, um es nach der Aufgabe seiner öffentlichen Ämter im November 1873 als seinen Altersruhesitz umzubauen. Diese Umbauten beinhaltete die Aufstockung des Mansardegeschosses mit Flachdach und Balustraden, welches das Herrenhaus in ein neoklassizistisches Gebäude oder Schloss verwandelten, wobei die gegliederte Putzfassade das Erscheinungsbild des Berliner Kriegsministeriums kopiert. Des Weiteren erweiterte er auch den angrenzenden Park und ließ im hinteren Teil 1876 eine Familiengruft errichten.
1893 erbaute der Sohn Waldemar von Roon über dieser Gruft eine neogotische Kapelle, welche jedoch 1980 dem Abbruch zum Opfer fiel.
im Jahr 1945 wurde die Familie von Roon enteignet und das Schloss diente kurzzeitig der Roten Armee als Kommandantur. Danach stand es Flüchtlingen und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten als Unterkunft zur Verfügung.
Anfang der 50er-Jahre wurden 11 Wohnungen eingebaut, wobei die Raumstruktur und weitere architektonische Details verloren gingen. Bis 1990 schritt der Verfall der Anlage trotz Nutzung unter anderem auch durch eine Kindertagesstätte beständig fort.
2000 erwarb die Stadt Reichenbach/O.L. das Anwesen von der Treuhand und restaurierte in einer regen Bautätigkeit in den Jahren 2002 bis 2008 das Schloss und die angrenzenden Gebäude in hervorragender Weise. Dabei wurde auch der verloren gegangene Turm wieder errichtet und ein 1914 angeschlossener Saalbau, der nicht in das Gesamtensemble passte, wurde abgerissen. So dass es wieder das Aussehen erhielt, welches ihm Albrecht Graf von Roon bei seinem Umbau gab.
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