1346 erste Erwähnung einer Kirche in Königsbrück:
Meißner Bistumsmatrikel listet alle vorhandenen Kirchen auf
1431 wurde die hölzerne Kirche von Hussiten niedergebrannt
1535 Gottesdienst "auf evangelische Weise" durch Pfarrer
Donatus Pfeiffer aus Kamenz
1631 brennt erneut die Kirche ab mit der gesamten Innenstadt, 146 Häuser
1682 muss die inzwischen errichtete Notkirche aus Holz abgerissen werden,
der Gottesdienst wird in die Hospitalkirche vor der Stadt verlegt
1682 Grundsteinlegung für einen massiven Kirchen-Neubau
Hilfe des Sechsstädtebundes mit Spenden,
Kollekte des Kurfürsten in den Ämtern Meißen, Dresden
und Großenhain für den Kirchenbau 18.6.86 werden die Glocken aufgezogen
13.8.1689 Weihe der neuen Kirche - der Turm konnte wegen Geldmangels nur bis zum Umgang
aufgeführt werden, 26 Jahre fehlte die Spitze
1719 wird der Turm vollendet mit wesentlicher Unterstützung der
Witwe des Standesherrn, Margarete v. Schellendorf
- ihre Initialen zieren noch heute die Wetterfahne
1807 wurden in der Kirche 6oo Kriegsgefangene am 29.5. bis zum
nächsten Tag eingesperrt
-Die Standesherrschaft hatte immer großen Anteil an der Erhaltung und
Ausgestaltung der Kirche: Leuchter, Bilder, Fenster, Glocken, Kirchhof-Tor.
1917 werden die zinnernen Orgelpfeifen und die beiden kleineren Glocken
von 1841 beschlagnahmt zum Einschmelzen
(auch die 3 Rathausglocken)
1920 können zwei neue Glocken aus Stahl für 23ooo Mark angeschafft
werden
1941 wird die große Glocke von 1784 zum Einschmelzen abgeholt
und auf den Glockenfriedhof in Hamburg verbracht
1948 kann sie von dort unbeschadet zurück geholt werden
1949 Einbau einer neuen Jehmlich-Orgel
1989 Jubiläum 3oo Jahre Hauptkirche